BLP/R Prüfung (18.09.21)

Nachsuche

Die etwas andere Nachsuche. Am 19. Juli 2021 bekam ich um 9:3o Uhr einen eher ungewöhnlichen Anruf. Ein Wagyu Kälbchen, das am Vortag zur Welt gekommen war, sei in der Nacht durch den Zaun gefallen und ist vermutlich im mannshohen Schilf verschwunden. Ob ich es mit dem Hund finden könnte?

 

"Ich glaube nicht, da ich jetzt keine Zeit habe und woher soll Aruba wissen, was sie suchen soll. Ich komme am Nachmittag!"

 

Ich setzte mich wieder ins Büro. Aber natürlich ließ es mir keine Ruhe, wenn das arme Kälbchen verletzt ist oder gar im Sumpf fest steckt, das geht ja gar nicht. "Leider ist das Büro heute geschlossen!"

 

So zog ich meine Gummistiefel an und setzte mich ins Auto. Dort angekommen ließ ich Aruba aus dem Auto, packte sie aber gleich wieder ein, da die Herde Kühe so aufgebracht war, dass die Befürchtung bestand, sie würden den Zaun durchbrechen. Es war leider nicht möglich mit dem Hund an den Kühen vorbei zu kommen.

 

Die aufgelöste Besitzerin fragte, ob ich jemand kenne mit einer Drohne. Natürlich, aber bei Sonnenschein eher unmöglich etwas zu sehen. Also fuhr ich nach Hause, holte meinen Wärmebild Kopter, den ich schon länger nicht geflogen hatte. Wie befürchtet waren alle Akkus so leer, dass ein Start unmöglich war.

 

Gut, ich gehe die Akkus laden und komme wieder. Der Besitzer meinte, er suche in der Zeit zu Fuß weiter. Meine Entscheidung: "Ich helfe, dann wird es halt mal ein anderer Spaziergang und zwar durch das 1,70 m hohe Schilf“ mit einer Fläche so groß wie ca. drei Fußballfelder.

 

Lange Leine und Schweißhalsung dran. Aruba und ich sind außen herum losgegangen, so dass uns die Mutterkuh nicht sieht. Also durch durch den Dschungel. Aruba schlug allerdings sofort eine andere Richtung ein, als die Besitzer das Kälbchen vermuteten, nachdem die ja schon seit 2 Stunden gesucht hatten. Aruba zeigte mir ein Bett mitten im Schilf, irgend ein Tier muss hier geruht haben.

Wir gingen weiter, immer weiter ins hohe Schilf. Auf einmal der Schreck! Aruba springt erschrocken zurück, was ist denn jetzt los? Eine Schlange, ein Biber, keine Ahnung. Ich bückte mich und spähte so durch das dicke Schilf um etwas zu sehen. „Oh“ da steht das Kälbchen wie versteinert. Das ebenso schwarz aber dreimal so groß wie Aruba ist.

 

Ich rief sofort: "Hier ist es! Wir haben es!"

 

Der Besitzer konnte mich allerdings nicht sehen, da das Schilf viel höher war als ich. Mit Springen und Hände in der Höhe und Stimme konnten wir unsere Position anzeigen. Das Kälbchen wurde vom Besitzer mit Manneskraft aus dem Schilf getragen und wohlauf der Mutterkuh zurückgegeben.

 

Die Besitzer waren sehr erleichtert und überaus glücklich und ich mit Aruba mega stolz.






Nach dem ich im November auf der Dummy Prüfung der Aruba alles mehr als schwer gemacht habe. Die Aruba könnte nur noch retten was zu retten war ,somit erkämpfte sie doch noch ein befriedigend . Das kann ich doch  so nicht stehen lassen!!! Also stellten wir uns gestern gleich nochmals der Prüfung. Ich durfte mit Freunden viel im Dummy Sport lernen und konnte gestern der Aruba die Sicherheit und Gelassenheit geben 😍
Ich freue mich riesig, dass wir unser Ergebnis auf ein vorzüglich mit tollen 78 Punkten verbessern konnten. 😍